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Ökoligenta – ein neuartige Veranstaltung

Die ökoligenta wird ein Event, wie es ihn so noch nicht gegeben hat: Grüne Messe + Kunsthandwerkermarkt + Festival + Treffpunkt der Wandelbewegung. Und das ist gut in diesen bewegten Zeiten:

Denn Trump erzeugt Aufbruchstimmung. Wie ein Magnet auf Eisenspäne, so sorgt er für Ausrichtung. Leider aber auch für die alte Kampfstimmung à la „Der muss weg“. Natürlich muss er das, aber die alten Methoden, gewaltsamen Methoden haben noch nie richtig funktioniert, sondern mündeten meistens in eine Aggressionsspirale. Das käme ihm gerade recht.

Mit der ökoligenta gehen wir einen ganz anderen Weg. Einen NEUEN WEG. Das Logo drückt ganz gut aus, wie die Richtung vielleicht aussehen kann: Schwarz und Weiß küssen sich im Grün.

Und die Preise konnten wir so gestalten, das auch die ganz Kleinen dabei sein können. Dafür Dank an zwei ungewöhnliche Unterstützter: Kai Bachmann, den Bürgermeister von Trendelburg sowie den Kasseler Landrat Uwe Schmidt.

Und hier geht’s zur Messe!

Lassen wir die Metzger sterben?

Für viele Menschen in meiner Umgebung ist es eine gute Nachricht (zugegeben, auch für mich selbst): Der Fleischkonsum sinkt bedrohlich; bedrohlich fürs Fleischerhandwerk, bedrohlich für die Schlachthöfe (was für ein Euphemismus!) und ihre Kopfschlächter, bedrohlich für die Bauern und industriellen Tierproduzenten; nachteilig für die kommunalen Einnahmen. Nicht bedrohlich, sondern vielmehr gut ist der Trend aus zweierlei Gründen:

  • Fleischarme Ernährung ist vermutlich für den Menschen gesund.
  • Fleischlose Ernährung ist mit Sicherheit für die Tiere gesund.

Was sind wir doch für eine seltsame Tierart! Zumindest den Vegetariern und Veganern liegt das Wohl der eigenen Art weniger am Herzen als das Wohl von Rindern, Schweinen, Schafen, Hühnern und Wachteln. Kein Schwein käme auf die Idee, über das Wohl der Ziegen nachzudenken. Wenn wir also böswillig an den Metzgereien vorüber- statt hineingehen, wenn wir schadenfroh durchs Schaufenster die leeren Plätze vor den vollen Wursttheken bewundern, dann sind uns das tägliche Überleben des Metzgers, seiner Familie und Belegschaft, seine Ratenzahlungen für seinen Mercedes, seinen neuen Lieferwagen und seine Villa auf Mallorca ganz einfach Wurst.

pigs (Foto Pixabay_skeeze)Sind wir dann eigentlich noch gute Menschen? Ein moralisches Dilem- ma. Zumindest an der goldigen Metzgersenke- lin sollten wir Anteil nehmen. Sie hat eben das Krabbeln gelernt, wird von der ange- grünten Metzgerstochter noch gestillt, kennt noch nicht den Unterschied zwischen Erwachsenen- und Kinderwurst (http://www.stupidedia.org/stupi/Kinderwurst) und ist das reine Entzücken der alten Fleischerin.

Es könnte sich also durchaus die Frage stellen: Sollten wir nicht doch gelegentlich Fleisch oder Wurst kaufen, damit die Metzgerfamilien ein Auskommen haben? Darüber könnte man nachdenken, wenn ein Ruck durchs Land ginge und wir plötzlich alle keine Fleischprodukte mehr kauften. Aber so ist es ja nicht. Wir schleichen das Fleisch sozusagen aus. Es gibt also ein natürliches Fleischersterben, das ohnehin mehr durch einen lernunwilligen Nachwuchs (jede vierte Lehrstelle bleibt unbesetzt) als durch den kaufunwilligen Verbraucher vorangetrieben wird. In Würzburg gibt es nach wie vor unbegreifliche Warteschlangen vor dem Bratwurststand am unteren Markt. Außerdem: Was ist denn „Wurst kaufen den Metzgern zuliebe“ für ein Argument? Sollten wir nur deswegen Waffen kaufen, damit die Waffenfabrikanten überleben?

Anmerkung zum Schluss: Würden die Deutschen die Fleischer Fleischhauer nennen, so wie die Österreicher, würden wir vermutlich noch weniger Fleisch kaufen. Für mich jedenfalls vermitteln diese drei Begriffe eine sich steigernde Brutalität: Fleischer – Metzger – Fleischhauer.

Fotos:
Fleischwolf: pixabay/PublicDomainPictures
Muttersau: Pixabay/skeeze

Gaia Media – gute Nachrichten für die Welt

Wer im Netz so wie ich zwangsläufig viel unterwegs ist, muss sich disziplinieren, weil er sonst zu gar nichts kommt. Trotzdem schau ich natürlich mal hier- und dorthin. Und an manchen Tagen, so wie heute, stoße ich auf kleine Juwelen für die Welt. Als eine solche erscheint mir GAIA MEDIA. Es ist kaum zu glauben: Die Stiftung wurde schon 1993 in Basel gegründet mit dem einzigen Zweck, „Informationen zu vermitteln, die zu einem ganzheitlichen Verständnis der Natur und des menschlichen Daseins beitragen“. Ja wunderbar.

Nur: Warum höre ich heute erstmals davon? Wie schade. Auch: Wie schade, dass die Öffentlichkeitsarbeit für so eine gute Sache so wenig funktioniert hat, dass ich trotz allen Umtuns davon noch nicht gehört habe. Natürlich würde ich mich freuen, von der Stiftung einen PR-Auftrag zu erhalten. Ich würde vermutlich jubeln. Aber auch ohne zu jubeln mache ich gerne auf deren wertvolle Arbeit aufmerksam. Nochmal ein Originalzitat: „Wir recherchieren gute Nachrichten, positive Entwicklungen und hilfreiche Erkenntnisse, sowohl aus deutsch- als auch aus englischsprachigen Quellen. Wir sind überzeugt, dass ein achtsames und respektvolles Handeln gemeinsam mit unseren Mitmenschen und in Einklang mit der Natur erstrebenswert ist und uns allen ein gerechtes, friedliches und erfülltes Leben ermöglicht.“ Das kann man doch nur unterstützen. Oder?